Zukunft.Produktion 2026

Intelligent und effizient: Robotik und Automatisierung

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Stranger Maschinenbau

Christoph Seidl

In meinem Vortrag zeige ich, warum klassische Automatisierungsansätze im Produktlebenszyklus oft zu hohen einmaligen Invests führen – und wie Stranger Maschinenbau diesen Ansatz durch skalierbare Produktionskonzepte auflöst.
Mit einem Negativbeispiel erläutere ich, wie Produktionen in Low-Cost-Countries (LCC) verlagert wurden, weil zunächst manuell mit hohem Prüfaufwand produziert wurde – nur um Jahre später im LCC eine Vollautomation aufzubauen.

Anschließend wechseln wir zum Use Case und den Herausforderungen, welche TCG Unitech hatte. Diese werden von Herrn Schmalzer präsentiert. 
Aus meiner Sicht spiegeln die Anforderungen der Prüfautomation der Gen6 Gehäuse-Bauteile dieses Problem (Produktlebenszyklus) nahezu perfekt wider:
Einerseits hatten wir massive Stückzahlenschwankungen (Peak von ca. 700.000 Stück p.a. bis 1,5 Mio Stück p.a.), andererseits die klassischen Ramp-Up- und Ramp-Down-Phasen. Dadurch gab es lange keine klare Entscheidungsgrundlage hinsichtlich Takzeit, Stationsanzahl, Robotikanzahlen oder Produktionskonzept. Zusätzlich kam die Anforderung des Endkunden hinzu, dass ab einem sehr frühen Zeitpunkt (Vor SOP) zwingend auf Serienanlagen geprüft werden müsse.

Auf Basis dieser Ausgangslage zeigen wir, wie wir bereits ab der Vorserie Prozessabsicherung schaffen und die Automatisierung – abhängig von Volumenphase und Bedarf – modular ausbauen. Dadurch entstehen Synergien, geringeres Risiko, deutlich geringere Gesamtinvestitionen über den gesamten Lebenszyklus sowie maximale Flexibilität für Produktvarianten und Marktveränderungen.

Unser Zielbild: Automatisierung darf kein Endpunkt sein, sondern ist als skalierbare Reise zu verstehen – vom Vorserienwerkzeug bis zur vollautomatisierten Robotikzelle. Damit stärken wir nachhaltig Wertschöpfung im DACH-Raum und sichern Produktionsstandorte – effizient, flexibel und wirtschaftlich.