Rüdiger Maas hat Psychologie studiert und das Institut für Generationenforschung in Augsburg gegründet. Er zählt zu den bekanntesten Generationenforschern im deutschsprachigen Raum. Zudem ist er Spiegelbestseller-Autor und hat in Organization and Management of Information Processes promoviert.
Wer soll hier wen verstehen? Generationendiversität als Haltungsfrage
Die Generation X und Y jongliert zwischen Vorbild-Sein, Nachwuchs-Verstehen und Werte-Hochhalten. Die Generation Z drängt selbstbewusst in den Arbeitsmarkt. Die Babyboomer fragen sich, was aus der Arbeitsmoral geworden ist. Das Problem: Alle fordern Verständnis, aber niemand hinterfragt die eigene Haltung. Welche Annahmen über „richtige“ Arbeit, Loyalität oder Leistung tragen wir in uns? Welche davon stammen aus unserer eigenen Prägung – und welche sind tatsächlich universell gültig? Erst wer die Widersprüche der eigenen Generation durchschaut – die Erwartungen, die Ängste, die unausgesprochenen Regeln – , kann überhaupt anfangen, eine Brücke zu bauen. Dr. Rüdiger Maas stellt die unbequeme Frage: Was, wenn Generationenkonflikte weniger mit Unterschieden zu tun haben als mit fehlender Selbstreflexion? Auf Basis aktueller Forschung zeigt er, wo jede Generation ihre Haltung überdenken muss – praxisnah, direkt, ohne Schönfärberei.