Zukunftsforum

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Industriellenvereinigung

Christian Helmenstein

Christian Helmenstein ist Chefökonom der Industriellenvereinigung und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Privatuniversität Schloss Seeburg/Salzburg sowie Gründer und Leiter des Cognion Forschungsverbundes (Economica, Research Studios Austria, SportsEconAustria, u.a.). Er hat ein Doppelstudium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln absolviert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Im Jahr 1992 trat er in das Institut für Höhere Studien in Wien ein und leitete ab 1997 dessen Department of Economics and Finance. Er war stellvertretender Vorsitzender des BusinessEurope EcoFin Committees, derzeit ist er u.a. Generalrat der Österreichischen Nationalbank. Seine Forschungsschwerpunkte sind Makro- und Regionalökonomie, wirtschaftlicher Strukturwandel, Finanzwirtschaft und Sportökonomie.

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Standortresilienz: Ende der Krise oder Krise ohne Ende?

Die Welt wächst auch 2025 robust. Der globale Wirtschaftstanker ist trotz vieler internationaler Turbulenzen enorm stabil unterwegs, während sich Deutschland und Österreich als nicht mehr resilient erweisen. Während die USA seit dem vierten Quartal 2019 bis zum dritten Quartal 2024 um 11,4 Prozent gewachsen ist, schaffte die Euro-Zone 4,6 Prozent, Österreich nur 2,3 Prozent und Deutschland gar nur 0,1 Prozent. Die Rezession infolge ungelöster Standortherausforderungen setzt der Industrie weiterhin zu und gefährdet den Wohlstand Österreichs. Die industrielle Wertschöpfung leidet unter hohen Energie- und Lohnstückkosten sowie regulatorischer und abgabenseitiger Überbelastung. Anzeichen für eine Trendwende zum Besseren sind derzeit nicht in Sicht. Wie kommt Österreich vom Pannenstreifen wieder auf die Überholspur?